Energieerhaltungssatz
Energieerhaltung in der Mechanik
Gesamte mechanische Energie bleibt ohne Reibung konstant.
In der Realität geht durch Reibung immer etwas Energie als Wärme verloren. Der Energieerhaltungssatz gilt streng für ideale, reibungsfreie Systeme.
Ein Ball wird aus einer Höhe von 20 m fallengelassen. Wie schnell ist er in 8 m Höhe? (g = 10 m/s²)
Energieerhaltung (Masse kürzt sich):
Praxisbezug: Skispringen
Ein 75-kg-Skispringer startet aus dem Stand am oberen Ende einer 80-m-Rampe (Reibung vernachlässigt).
Am Absprungpunkt: (144 km/h)
In der Praxis bremsen Reibung und Luftwiderstand den Springer ab — aber der Energieerhaltungssatz liefert die theoretische Maximalgeschwindigkeit.
Praxisbezug: Pendeluhr
Ein Pendelkörper wird aus 0,2 m Höhe über dem Tiefpunkt losgelassen (g = 10 m/s²).
Am Tiefpunkt ist die gesamte GPE in KE umgewandelt:
Der Körper schwingt auf der anderen Seite exakt wieder auf 0,2 m hoch (reibungsfreies Idealsystem). Reale Pendel verlieren langsam Höhe, weil Luftwiderstand mechanische Energie in Wärme umwandelt.
Praxisbezug: Achterbahn-Looping
Ein Achterbahnwagen startet aus 45 m Höhe und durchfährt einen Looping (Unterseite bei h = 0, Radius 10 m).
Geschwindigkeit am Boden:
Am oberen Punkt des Loopings (h = 20 m):
Ingenieure nutzen den Energieerhaltungssatz, um sicherzustellen, dass der Wagen am höchsten Punkt noch schnell genug ist, um die Strecke nicht zu verlassen.
Wo begegnest du das im Alltag? Achterbahnen, Schaukeln, Bungee-Springen und Skipisten — überall wandelt sich Energie zwischen kinetischer und potentieller Form um. Der Energieerhaltungssatz erlaubt Ingenieuren, sichere Geschwindigkeiten an jedem Punkt zu berechnen.
Übungsaufgaben
Ein Pendelstein wird in einer Höhe von 1,8 m losgelassen. Wie schnell ist er am tiefsten Punkt? (g = 10 m/s²)