Wie funktioniert ein Hebel?
Ein Hebel besteht aus:
- Drehpunkt (Hypomochlion): der feste Drehpunkt
- Last: das zu bewegende Gewicht
- Kraft (Einwirkende Kraft): die aufgebrachte Kraft
Das Kräftegleichgewicht bei Hebeln
Hebelgesetz
F₁ und F₂ sind Kräfte (N), d₁ und d₂ sind Abstände vom Drehpunkt (m).
In der Physik wird das Produkt aus Kraft und Abstand als Drehmoment (M = F·d) bezeichnet.
Klassen von Hebeln
| Klasse | Anordnung | Beispiel |
|---|---|---|
| 1. Klasse | Drehpunkt zwischen Kraft und Last | Wippe, Schere |
| 2. Klasse | Last zwischen Kraft und Drehpunkt | Schubkarre, Nussknacker |
| 3. Klasse | Kraft zwischen Drehpunkt und Last | Pinzette, Angelrute |
Eine Last von 60 N hängt 0,5 m vom Drehpunkt. Wie groß muss die Kraft auf der anderen Seite in 1,5 m Abstand sein?
Praxisbezug: Schere beim Schneiden
Eine Schere ist ein Hebel der 1. Klasse: Der Gelenkstift ist der Drehpunkt, die Hand übt die Kraft an den Griffen aus und das Material ist die Last. Hartes Material nah am Drehpunkt zu platzieren erhöht die mechanische Übersetzung — das Schneiden wird deutlich leichter.
Praxisbezug: Brecheisen auf der Baustelle
Ein Brecheisen wird benutzt, um Nägel herauszuziehen. Die Kante des Brecheisens liegt auf der Oberfläche als Drehpunkt. Dank des langen Kraftarms genügt eine kleine Kraft, um einen fest sitzenden Nagel herauszureißen.
Praxisbezug: Schubkarre im Garten
Eine Schubkarre ist ein Hebel der 2. Klasse: Das Rad ist der Drehpunkt, die Last (Erde, Steine) liegt in der Wanne (Mitte) und die Kraft wird an den Griffen aufgebracht. So kann man 200 N schwere Erde mit deutlich weniger Kraft transportieren.
Übungsaufgaben
Bei einer Wippe sitzt ein Kind (300 N) 2 m vom Drehpunkt entfernt. Wie weit muss ein Kind mit 400 N sitzen, damit die Wippe im Gleichgewicht ist?
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Welche Klasse von Hebel ist ein Nussknacker? Erkläre.