Druck in Flüssigkeiten
Hydrostatischer Druck ist der Druck, den eine Flüssigkeit aufgrund ihres Eigengewichts ausübt.
Hydrostatischer Druck
ρ = Dichte der Flüssigkeit (kg/m³), g = 9,81 m/s², h = Tiefe (m)
Wichtige Eigenschaften
- Der Druck hängt nur von der Tiefe ab, nicht von der Fläche oder der Form des Behälters
- In allen Richtungen gleich groß
- Steigt mit zunehmender Tiefe
Dichte verschiedener Flüssigkeiten
| Flüssigkeit | Dichte (kg/m³) |
|---|---|
| Wasser | 1000 |
| Meerwasser | 1025 |
| Quecksilber | 13.600 |
In einer gleichmäßigen Flüssigkeit hat jeder Punkt in der gleichen Tiefe denselben Druck — unabhängig von der horizontalen Position.
Berechne den Wasserdruck in 3 m Tiefe.
Praxisbezug: Staudammkonstruktion
Ein Staudamm hält ein Wasserreservoir zurück. Der Druck am Boden eines 50 m tiefen Reservoirs:
Deshalb werden Staumauern immer am Fuß viel dicker gebaut als oben — je tiefer das Wasser, desto größer der nach außen wirkende Druck.
Praxisbezug: Ohrendruck beim Tauchen
Ein Taucher taucht auf 20 m Tiefe im Meer (ρ = 1025 kg/m³) ab. Der zusätzliche Wasserdruck auf die Trommelfelle:
Das entspricht etwa dem doppelten Atmosphärendruck auf die Trommelfelle. Taucher müssen den Druck in ihren Ohren ausgleichen (durch Schlucken oder Naseverschließen), sonst kann die Druckdifferenz das Trommelfell verletzen.
Praxisbezug: Wasserturm
Ein Wasserturm speichert Wasser in der Höhe, um Druck in den Versorgungsleitungen darunter zu erzeugen. Wasser in einem Turm bei h = 30 m erzeugt am Boden:
Das reicht aus, um Wasser in die Hähne eines Gebäudes zu drücken — ganz ohne Pumpe, die Schwerkraft erledigt die Arbeit.
Übungsaufgaben
Berechne den Druck am Boden eines 8 m tiefen Schwimmbeckens (ρ = 1000 kg/m³).
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Warum steigen Taucher langsam auf und halten kurze Pausen ein?