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Wüstenklima

Das Wüstenklima ist durch extreme Hitze, sehr geringe Niederschläge (unter 250 mm pro Jahr) und große Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht gekennzeichnet. Wüsten bedecken etwa 33 % der Landoberfläche der Erde.

Zuletzt aktualisiert: 6. Januar 2026

★☆☆☆☆ Stufe 1geografiewuestenklimatrockenheitklimazonenniederschlag4 Min Lesezeit

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Was ist das Wüstenklima?

Das Wüstenklima (auch arides Klima) ist durch sehr wenig Niederschlag (unter 250 mm/Jahr) und extreme Temperaturen gekennzeichnet.

Wüsten gibt es nicht nur in der Hitze — auch die Antarktis ist eine Wüste (Kältewüste)!

Merkmale

MerkmalBeschreibung
NiederschlagUnter 250 mm/Jahr
TagtemperaturBis zu 50 °C
NachttemperaturKann unter 0 °C fallen
VegetationSehr spärlich (Kakteen, Sukkulenten)
BodenFelsig, sandig oder kiesig

Wo kommen Wüsten vor?

Wüsten liegen meist zwischen 20° und 30° Nord- und Südbreite — in den subtropischen Hochdruckgürteln.

Bekannte Wüsten:

  • Sahara (Afrika) — größte Heiße Wüste der Welt
  • Atacama (Südamerika) — trockenste Wüste
  • Arabische Wüste (Naher Osten)
  • Antarktis — größte Wüste der Welt (Kälte)
  • Gobi (Asien) — Kältewüste

Temperaturschwankungen

Hinweis

In Wüsten können die Temperaturen in einer einzigen Nacht um 30–40 °C fallen. Das liegt daran, dass trockene Luft keine Wärme speichert.

Leben in der Wüste

Pflanzen wie Kakteen speichern Wasser in ihrem Stamm. Tiere wie Kamele können tagelang ohne Wasser auskommen.

Praxisbezug: Nebelnetze in der Atacama-Wüste

Die Atacama-Wüste in Chile ist einer der trockensten Orte der Erde — manche Gebiete erhalten jahrzehntelang kaum Regen. Trotzdem zieht regelmäßig Nebel vom kalten Pazifik herein. Gemeinden haben große Nebelnetze auf Hügeln aufgestellt, die Wassertröpfchen aus dem Nebel auffangen. Ein einziges Netz kann bis zu 300 Liter Wasser pro Tag sammeln. Das Projekt brachte Trinkwasser in entlegene Dörfer und wird nun in Marokko, Peru und Eritrea nachgeahmt.

Praxisbezug: Dubai — eine Stadt in der Wüste

Dubai (VAE) liegt in der Arabischen Wüste mit weniger als 100 mm Regen pro Jahr und Sommertemperaturen über 45 °C. Trotzdem ist es eine Millionenmetropole geworden: Entsalzungsanlagen decken 90 % des Wasserbedarfs, Klimaanlagen sind allgegenwärtig und Bewässerungsanlagen unterstützen Parks und Golfplätze. Der Wasser- und Energieverbrauch pro Kopf gehört zu den höchsten der Welt — was Fragen zur Nachhaltigkeit der Wüstenurbanisierung aufwirft.

Praxisbezug: Desertifikation in der Sahelzone

Der Sahel — die semiaride Zone direkt südlich der Sahara — leidet unter Desertifikation. Überweidung, Entwaldung und veränderte Niederschlagsmuster lassen die Sahara nach Süden vordringen. Millionen Menschen betreiben im Sahel Subsistenzlandwirtschaft, aber sinkende Niederschläge und degradierte Böden erzwingen Migration. Die Afrikanische Union plant die „Große Grüne Mauer" — einen 8.000 km langen Waldstreifen durch den Sahel, um Desertifikation zu stoppen und 100 Millionen Hektar bis 2030 wiederherzustellen.

Tipp

Wo siehst du das im echten Leben? Schau auf die Herkunftsbezeichnungen von Lebensmitteln im Supermarkt — Datteln, Orangen und Tomaten kommen oft aus Nordafrika oder dem Nahen Osten. Diese Wüstenländer nutzen Bewässerung, Gewächshäuser und Entsalzung, um in Regionen Lebensmittel anzubauen, die sonst kaum Landwirtschaft unterstützen würden.

Übungsaufgaben

Wie viel Niederschlag fällt in einem Wüstenklima pro Jahr?

Antwort anzeigen
Unter 250 mm pro Jahr.

Warum sind Temperaturschwankungen in der Wüste so extrem?

Antwort anzeigen
Trockene Luft speichert keine Wärme – tagsüber heizt sie sich schnell auf, nachts kühlt sie schnell ab.

Nenne zwei Anpassungen, die Lebewesen in der Wüste entwickelt haben.

Antwort anzeigen
Kakteen speichern Wasser in ihren Stängeln; Kamele haben einen Höcker für Fettreserven und können lange ohne Wasser auskommen.