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Attributive Adjektivendungen

Adjektive vor einem Nomen müssen eine Endung tragen, die nach Genus, Kasus und Artikel des Nomens bestimmt wird. Es gibt drei Deklinationsmuster: stark, schwach und gemischt.

Zuletzt aktualisiert: 8. Januar 2026

★★★★☆ Stufe 4deutschgrammatikadjektivedeklinationendungenartikel3 Min Lesezeit

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Attributive Adjektive

Steht ein Adjektiv vor einem Nomen, muss es dekliniert werden – es erhält eine Endung, die von Genus, Kasus und vorangehendem Artikel abhängt.

Prädikativ (keine Endung): Das Haus ist groß. Attributiv (Endung nötig): Das große Haus.

Die drei Deklinationsmuster

1. Schwache Deklination (nach bestimmtem Artikel: der, die, das)

KasusMaskulinFemininNeutrumPlural
Nom.der alte Manndie alte Fraudas alte Kinddie alten Kinder
Akk.den alten Manndie alte Fraudas alte Kinddie alten Kinder
Dat.dem alten Mannder alten Fraudem alten Kindden alten Kindern
Gen.des alten Mannesder alten Fraudes alten Kindesder alten Kinder

→ Endung meist -e oder -en

2. Gemischte Deklination (nach unbestimmtem Artikel: ein, eine)

KasusMaskulinFemininNeutrum
Nom.ein alter Manneine alte Frauein altes Kind
Akk.einen alten Manneine alte Frauein altes Kind

→ Im Nominativ Maskulin und Neutrum: starke Endung (-er, -es)

3. Starke Deklination (ohne Artikel)

KasusMaskulinFemininNeutrum
Nom.alter Weinfrische Milchkaltes Wasser
Akk.alten Weinfrische Milchkaltes Wasser

→ Das Adjektiv trägt die Endung, die sonst der Artikel hätte

Tipp

Faustregel: Wenn kein Artikel da ist oder der Artikel keine Informationen trägt (z. B. „ein" im Nom. Mask.), übernimmt das Adjektiv die starke Endung des Artikels.

Praxisbezug: Speisekarten und Lebensmittelbeschreibungen

Deutschsprachige Speisekarten sind ideal zum Üben von Adjektivendungen: „ein frischer Salat" (Nom. Mask., unbestimmt), „die hausgemachte Suppe" (Nom. Fem., bestimmt), „das gegrillte Hähnchen" (Nom. Neut., bestimmt) — praxisnahe Endungen in jedem Restaurant.

Praxisbezug: Immobilienanzeigen

Deutsche Wohnungsanzeigen sind voll attributiver Adjektive: „eine helle Wohnung im zweiten Stock", „ein modernes Bad mit großem Balkon" (Dat. Mask., unbestimmt), „in ruhiger Lage" (Dat. Fem., ohne Artikel). Das Lesen solcher Anzeigen ist ein hervorragendes Übungsfeld.

Praxisbezug: Produktverpackungen und Werbung

Deutschsprachige Produkttexte nutzen attributive Adjektive aller drei Genera: „Frische Vollmilch" (Nom. Fem., stark), „Zartes Hähnchenfleisch" (Nom. Neut., stark), „Der perfekte Geschmack" (Nom. Mask., schwach). Verpackungssprache ist praxisnah und überall verfügbar.

Tipp

Praktische Eselsbrücke: Nach der/die/das ist die Endung fast immer -e oder -en. Nach ein/eine trägt das Adjektiv das Genussignal (-er Mask. Nom., -es Neut. Nom./Akk.). Im Zweifel ist -en die häufigste Endung überhaupt.

Übungsaufgaben

Wie lautet die Endung von 'alt' in: 'Das __ Buch liegt auf dem Tisch'?

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'Das alte Buch' – nach bestimmtem Artikel, Neutrum, Nominativ → schwache Deklination → -e.

Wie heißt es: 'Ich sehe ein__ klein__ Kind'?

Antwort anzeigen
'ein kleines Kind' – unbestimmter Artikel, Neutrum, Akkusativ → gemischte Deklination → -es.

Was ist der Unterschied zwischen attributiven und prädikativen Adjektiven?

Antwort anzeigen
Attributive Adjektive stehen vor dem Nomen und brauchen eine Endung; prädikative stehen nach 'sein' und bleiben unverändert.